Vögel in Venetien und Friaul

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Ulli
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Vögel in Venetien und Friaul

Beitragvon Ulli » Di 15. Jun 2010, 20:28

Ich habe auf unserer Rundreise mit dem Womo durch Venetien und Friaul nicht nur Landschaft und alte Steine fotografiert - nein, selbstverständlich habe ich auch jede Menge Federtiere vor die Linse bekommen!

Ganz interessante Standorte (oder muss ich Schaukelorte sagen?) für ihre Nester hatten sich die Blesshühner rausgesucht. Da das Wetter zwar trocken, aber für italienische Verhältnisse noch kühl war, waren noch keine Freizeitkapitäne auf den Seen unterwegs und die Boote schlummerten noch im Winterschlaf. Ein Blesshuhnnest konnten wir auf einem Katamaran beobachten und wir hofften, dass der Besitzer des Bootes sich mit der ersten Ausfahrt noch Zeit lässt! Ein anderes Blesshuhnpaar hatte sich ebenfalls an einem Boot eingenistet.

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Beitragvon Ulli » Di 15. Jun 2010, 20:36

bei den Stockenten kam ich ein paar Mal ins Schleudern! So viel weiße Federn an einer Stockente habe ich bei uns noch nie gesehen! Sind das irgendwelche Kreuzungen? Solche Enten sind mir während des ganzen Urlaubes aufgefallen!

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oft zu beobachten in Norditalien sind auch die Kolbenenten
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Beitragvon Ulli » Di 15. Jun 2010, 20:42

...und an fast allen Seen waren Drosselrohrsänger zu hören und zu sehen

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Beitragvon Ulli » Di 15. Jun 2010, 20:57

ganz niedlich finde ich auch immer die mit den "Puschelohren"

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...eins meiner Lieblingsbilder...
aber warum gibt es weiße und graue Schwanenkinder? Sind das die Jungs und die Mädels, wollte ich schon immer mal wissen?

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und dann waren wir auf einem Campingplatz, auf dem diese tollen Vögel lebten, ganz zurückgezogen am Rande des riesigen Platzes, in den Streuwiesen, die nicht gemäht wurden.
Wir konnten aber nur die Fasanenmännchen sehen (und hören!) die Weibchen waren wahrscheinlich mit brüten und Kinderpflege beschäftigt.
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Heute habe ich Euch den ersten Teil meiner Urlaubsvögel gezeigt - es waren die kleinen Vögel, die großen sind morgen dran!

Liebe Grüße
Ulli

Elfenkind

Beitragvon Elfenkind » Di 15. Jun 2010, 21:03

DANKE liebe Ulli. da hast du uns seeeehr schöne Bilder mitgebracht :wink:

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Beitragvon Doris » Mi 16. Jun 2010, 06:40

Ganz tolle Bilder, liebe Ulli.
Vielen Dank. :D

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Beitragvon Ulli » Mi 16. Jun 2010, 19:26

Freut mich, dass Euch meine Urlaubsvögel gefallen!

Bevor ich zu den ganz großen Vögeln komme, muss ich Euch noch diesen Grauspecht vorstellen. Er hat so laut auf dem Baum neben unserem Auto gezetert, dass wir auf ihn aufmerksam wurden. Und er blieb ganz brav sitzen, bis ich die Kamera geholt und abgedrückt hatte!

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Beitragvon Ulli » Mi 16. Jun 2010, 19:57

Und jetzt erzähl ich Euch von meinem persönlichem Vogel-Highlight des ganzen Urlaubes:
Wir besuchten das Storchen- und Waldrappzentrum in Fagagna!

http://de.wikipedia.org/wiki/Fagagna
http://kaernten.orf.at/magazin/studio/f ... es/426645/

Ich hab Euch die zwei Links eingestellt, da ist so das Wichtigste über dieses Zentrum zu lesen.
Ich hatte vergangenes Jahr in einer deutschen Wohnmobilzeitung gelesen, dass im Friaul Störche und Ibise zu beobachten sind. Und wir haben das kleine Nest tatsächlich gefunden!

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Ich hatte noch nie genaueres über Fagagna gehört und dachte an drei oder vier Storchennester - aber als wir in das Dörfchen reinfuhren, wurde ich eines Besseren belehrt!
Storchennester überall dort, wo sich noch ein Plätzchen anbot, dazu Storchengeklapper von allen Seiten vom Feinsten!!!

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Das Storchenzentrum wurde 1989 gegründet und war nach Racconigi das zweite dieser Art in Italien. Die Gründung dieses Projektes beruht auf der zufälligen Ansiedlung eines Storchenpaares in Dignano (in der Nähe von Fagagna). Die Jungstörche wurden von Hand aufgezogen und waren die ersten Störche, die in den Oasi dei Quadris zu sehen waren. Ihnen folgten dann gleich 11 weitere Störche, die zum Teil von der Kommune von Pavia und zum Teil aus dem schweizer Zentrum von Max Bloesch stammten. Die Anfänge waren nicht leicht. Der erste Nestbau erfolgte 1990, 1991 schlüpften 2 Jungstörche, 1992 dann 4, 1993 und 1994 waren es bereits jeweils 8 Jungstörche. In den letzten Jahren schlüpften jedes Jahr zwischen 20 und 25 Jungstörche in Fagagna und Umgebung!

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Beitragvon Ulli » Mi 16. Jun 2010, 20:04

Ja, wie gesagt, Storchennester überall - unglaublich!

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die zwei hinken etwas hinterher und sind noch mit Nestbau beschäftigt
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Beitragvon Ulli » Mi 16. Jun 2010, 20:14

Und weil schon alle Kamine, Nisthilfen, Bäume ect. besetzt waren, hat sich dieser Storch für sein Nest ein Transformatorenhäuschen rausgesucht, das war gar nicht hoch und so guckt er aus aller Nähe ganz freundlich in die Kamera!

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...und auch diese Schönheit war einem Fotoshooting nicht abgeneigt und guckt ganz fotogen!
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...auch der Nachwuchs guckt schon über den Nestrand und will auch mit auf's Bild!
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...in diesem Nest wird auch ganz stolz der Nachwuchs vorgestellt!
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...und im nächsten Nest ebenfalls!
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Beitragvon Ulli » Mi 16. Jun 2010, 20:21

Gefiederpflege gehört genau so zum Storchenalltag.....

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...wie ein wenig Training, hier zum Beispiel am Schwebebalken!
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...aber auch auf den Straßenlaternen kann man Gleichgewichtsübungen machen!
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das waren die Bewohner von den Oasi dei Quadris mit den langen Beinen, die mit dem dunklen Gefieder und den kürzeren Beinen zeige ich Euch gleich!

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Beitragvon Ulli » Mi 16. Jun 2010, 20:50

http://www.waldrapp.eu/waldrappteam/indexs.htm

http://www.br-online.de/bayerisches-fer ... -ID1270807

http://mascwildlife.blogspot.com/2010/0 ... -heim.html

2008 brüteten die ersten Vögel in Fagagna. Von den Jungvögeln werden immer einige in den Volieren gelassen zur Weiterzucht, ein Teil wird freigelassen, damit sie in ihr Winterquartier in der Lagune von Orbetello (Toskana) fliegen können. Der nette Herr am Eingang der Oasi hat mir erzählt, dass die Vögel aber leider nicht aus der Toskana zurückgekommen sind. Zur Zeit gibt es Waldrappen nur in den Volieren, sie sollen sich erst wieder vermehren, bevor wieder einige ausgewildert werden. In der Voliere leben auch Störche die verletzt sind und gepflegt werden müssen. Ach, übrigens: einer der standorttreuen Störche von Fagagna ist ein deutscher Storch, der schon seit drei Jahren dort lebt. Vor lauter Aufregung habe ich vergessen nach der Ringnummer zu fragen. Ich habe jetzt aber eine E-Mail auf den Weg geschickt, vielleicht erfahren wir dann näheres.
Das Waldrappteam von Fagagna gehört zum Waldrapp-Projekt in Österreich, aber auch Burghausen in Deutschland und Siria in der Türkei gehören dazu.
An der atlantischen Küste von Marokko leben die letzten freilebenden, wilden Waldrappen auf der Welt, ca. 350 Tiere.
So, genug erzählt, jetzt will ich Euch die Jungs und Mädels mal vorstellen:

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Waldrappen sind Aasfresser, deshalb der lange gebogene Schnabel und das fehlende Gefieder am Kopf

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...ein paar hab ich noch!

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Beitragvon Ulli » Mi 16. Jun 2010, 20:58

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Intressant ist das Projekt schon, vor allem auch die Flugbegleitung der Menschen, damit sie wieder ihre Flugroute lernen, aber ein wenig gewöhnungsbedürftig sehen diese Vögel schon aus. Ich will jetzt keinen Waldrapp beleidigen, aber die mit den langen roten Beinen finde ich einfach schöner.....

Viel Spaß beim Bilder angucken und beim Schmökern der Links wünscht Euch allen

Ulli

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Beitragvon elmontedream » Mi 16. Jun 2010, 22:00

Liebe Ulli,

nun aber möchte ich Dir mal ganz herzlich für diesen interessanten und mehrteiligen Bildbericht ein ganz dickes Lob aussprechen! Ein Wahnsinnsarbeit ... sehr informativ und wunderbar bebildert.

Weshalb jedoch ein Schwänchen weißen und das andere grauen Flaum hat ... keine Ahnung. Zwar habe ich danach gesucht, aber leider keinen Anhaltspunkt dafür gefunden. Wahrtscheinlich eine Laune der Natur?

Übrigens würde die Geschichte mit der Wiederansiedlung der Waldrappen mit Sicherheit Martin Grund (Pfalzstörche Bornheim) interessieren - falls er nicht sogar schon davon weiß. Ein wirklich tolles Projekt!

Nein, so richtig schön finde ich sie zwar nicht - aber irgendwie witzig sind sie schon. Vor allem ist es gefährlich, wenn sie aufgeschreckt werden, einen Panikflug starten, irgendwo gegenfliegen und ... sich dann dabei den Schnabel abbrechen. Die Schnäbel sind nämlich sehr empfindlich.

Nun ja - auch ich mag da die Rotlangbeinigen lieber. Und davon hast Du uns ja allerhand gezeigt und berichtet - ebenfalls ein großes und erfolgreiches Projekt, diese Ansiedlung von Weißstörchen.

Eine Bitte habe ich noch: kannst Du bitte mal die Links überprüfen? Einige von ihnen bekomme ich nämlich nicht geöffnet.

So, und nun danke ich Dir auch noch sehr für die Mitnahme auf diese wunderschöne Tour :D.
Liebe Grüße von Heidi

Freunde sind wie Sterne. Man kann sie nicht immer sehen, aber man weiß, dass sie da sind.

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Beitragvon Doris » Do 17. Jun 2010, 07:42

Vielen Dank noch einmal liebe Ulli.
Für die wunderbaren Storchenbilder.
Es muss ein tolles Erlebnis gewesen sein.
Bin auch mal auf die Resultate der Ringablesung gespannt.
Ich habe lange über das weiße Schwanenkind gegrübelt.
Könnte das evtl. ein anderes Küken sein?
Evtl. von einer Gans oder Ente?
Der Schnabel sieht so anders aus.

Den Zug der Waldrappen von Österreich nach Italien habe ich nun schon 2 Jahre im Internet verfolgt, es ist immer so interessant und spannend die Berichte zu lesen und auf den Bildern zu sehen wie die jungen Waldrappen dem Ultraleicht Flugzeug folgen.
Hoffentlich werden diese Mühen irgendwann einmal durch die Wiederansiedlung einer stabilen Population belohnt.


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