Beobachtungen im Vetschauer Nest 2012

Das Storchennest in Vetschau / Spreewald im Detail

Moderator: Storchenzentrum

Hanna
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Beitragvon Hanna » Do 24. Mai 2012, 22:22

gabi hat geschrieben:Ich mach mir Gedanken - aber nicht lachen :roll:
Könnte man denn nicht so´ne Art Auffangring (Gitter, Netzt)
unterhalb des Nestes in entsprechender Höhe anbringen
zur Rettung solcher Abwürfe - eventuell :?
Ich meine, das Küken war gesund, im Gegensatz zu anderen
Situationen die wir hier schon erlebt haben.


Diesen Gedanken hat wohl jeder mal - und auch für die Mitarbeiter im Storchenzentrum ist es nicht schön, wenn die Jungvögel sterben, egal aus welchem Grund.
Aber wie schon richtig bemerkt wurde: 1. hat der Altstorch das Junge ohnehin selbst getötet oder sehr schwer verletzt. 2. ist das Storchenzentrum kein Auffanglager und greift in das Nestgeschehen nicht ein.

Denn ist immer zu bedenken, dass die Storcheneltern selbst einschätzen, wieviel Futter sie heranschaffen können, um alle Jungen groß zu ziehen. Unterernährte Jungen sind für Wetterereignisse und den Zug in die Überwinterrungsgebiete schlecht gewappnet. Eine Storchenpopulation passt sich daher der aktuellen Futterlage (Vorhandensein von Futterräumen/ Wetter) im Gebiet an.

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Takva
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Beitragvon Takva » Fr 25. Mai 2012, 00:09

hallo Hanna,
auch bei Menschen in der Antike war das so wie ich gelernt habe,
in der Schule das Beispiel der Spartaner :( , trotz dem ist es traurig :cry:

(habe nach der Abendschicht nochmal nachgelesen was bisher geschehen ist)

lG Marika
Grüße von Marika!

Hoffnung und Gutwerden hat einen Nenner!

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Marabus
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Beitragvon Marabus » Fr 25. Mai 2012, 00:39

stiloangi hat geschrieben:
krakehlchen hat geschrieben:N'Abend,

das ist wirklich traurig, aber die Natur hat hier gesiegt und die Futtersituation ist für 4 Störche zu extrem. Ich hoffe, für die 3 wird alles gut!!!


die Natur hat hier gesiegt

Wie meinst du das? Das war kein Sieg, In diesem Kampf gab es bisher nur Verlierer.

Sieger sind die Küken, die es schaffen, flügge zu werden! Und ihre Eltern.


@ stilo: Selbstverständlich war das ein Sieg der Natur. Jeder Darwinist versteht das Geschehen. Willst du die Natur in Frage stellen? Sicher ist es traurig, erst recht, wenn ihr hier Namen verteilt und Beziehungen aufbaut wie zu einem Haustier.
------------------------------------------
Soll der NABU eingreifen? Ausgesonderte Küken hochpeppeln, die dann am Ende im Zoo landen? Das will wohl keiner... Also nein.

Die Viererbande von 2o1o war toll, aber es ist leider nicht die Regel. Erst recht nicht, wenn im Umfeld der Mensch dagegen agiert.
Ob der NABU vor Ort genug tut, sei mal dahingestellt... Es könnte sicher mehr sein. Geld wird immer gern genommen, aktive Hilfe hingegen ist unerwünscht. Soviel dazu...
--------------------------------------------
Warum diese Streitereien zwischen Membern Jahr für Jahr geduldet werden, ist mir ein Rätsel. Es wird gestritten über Mehrfach-Accounts, GIFs, die zu groß sind usw. - welch ein Unsinn. Hauptsache es postet überhaupt jemand oder?! Hinzu kommt, dass der Hinterkopf-Biggi bei Facebook nicht gerade positiv für dieses Projekt hier wirbt.

Ganz politisch unkorrekt: Auch wenn du es vllt. gut meinst, P.H., aus deiner Sicht: http://www.facebook.com/storchennest.vetschau
Was soll das?? Unter diesem Namen solch einen Mist öffentlich zu verbreiten... Soll das den Störchen in bestimmter Weise helfen?
wohlsein!

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stiloangi
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Beitragvon stiloangi » Fr 25. Mai 2012, 03:19

Guten Morgen Vetschau :)

Ein Altstorch liegt (hockt) im Nest und wärmt die Küken.

Morgen werden Zora und Barza 14 Tage jung, Chris am Sonntag. Was sind das noch für kleine Geschöpfe!

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stiloangi
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Beitragvon stiloangi » Fr 25. Mai 2012, 04:22

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Beitragvon hessenmädchen » Fr 25. Mai 2012, 05:22

Guten Morgen liebe Störche und Storchenfreunde.

Den Gedanken von Hanna mit dem Auffangnetz hatte ich auch schon.
Aber die Fachleute kennen sich wohl besser aus und ob Dicki
in einem Zoo glücklicher wäre,ist die Frage.
Trotzdem einfach furchtbar.Ich erlebe das zum ersten Mal.
Voriges Jahr hatte ich es nur gelesen und fand es schon
schlimm.Ja der Chris hat bald 14tägigen Geburtstag und die
andern auch.
Stilo meinst du,dass die Gefahr des Regulierens(furchbares Wort)
vorbei ist?

LG Hessenmädchen,dass jetzt los muß.

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gabi
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Beitragvon gabi » Fr 25. Mai 2012, 08:00

Guten Morgen Vetschau

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biggi44

Beitragvon biggi44 » Fr 25. Mai 2012, 10:00

-

    Moin, moin,

    Sonne satt und 21° C im Vetschauer Schatten

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biggi44

23° C

Beitragvon biggi44 » Fr 25. Mai 2012, 12:00

.

    Ist es nicht bewundernswert, wie der Standort des „Sonnenschirms“ angepasst wird?

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Beitragvon gabi » Fr 25. Mai 2012, 12:55

So weit weg ist doof :roll: Sehe immer nur Zwei :?:

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Beitragvon stiloangi » Fr 25. Mai 2012, 13:13

Prompt reagiert das Storchenzentrum, alle Drei da :) +Cico auf einem Bein ...

und sie lahnen... :?

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Beitragvon Storchenzentrum » Fr 25. Mai 2012, 13:43

Storch tötet Junges, Futtermangel wahrscheinliche Ursache!

Am Donnerstag, den 24. Mai gegen Mittag „regulierten“ unsere Störche die Zahl der Jungen im Vetschauer Storchennest. Im Weißstorch-Informationszentrum des NABU Regionalverbandes Calau e.V. wurde dies live am Bildschirm verfolgt. Da die Entwicklung der Jungen bisher ohne Komplikationen verlief, hinderte es überraschenderweise die Storcheneltern jedoch nicht daran, den Letztgeborenen zu töten und aus dem Nest zu werfen.

Alle Jungen könnten nur überleben, wenn genügend schnabelgerechtes Futter von den Altstörchen über die Aufzuchtsperiode hinweg zu finden ist. Offensichtlich geben aber die Nahrungsbiotope bei der wieder lang anhaltenden Trockenheit nicht ausreichend Futter her.
Unsere 3 verbliebenen Küken sind wohlauf und werden von den Storcheneltern versorgt. Wir hoffen, dass nicht weitere Storchenküken abgeworfen werden. Dieses ist jedoch nicht auszuschließen.

Warum töten Altstörche ihre Jungen?

Gibt es einen Wiederspruch zwischen Töten der Jungstörche und aufopferungsvoller Sorge um den Nachwuchs? Wir Menschen empfinden das zwar als grausam, doch in der Natur dienen solches Verhaltensweisen der Arterhaltung. Wenn die Nahrungsbiotope nicht ergiebig genug sind, "regulieren" die Altstörche ihre Jungenzahl. Damit sichern sie den verbleibenden Jungen das Überleben. Die Jungen müssen bis Mitte August flügge sein und sich soweit kräftigen, dass sie im Spätsommer die gewaltige Flugstrecke nach Afrika in die Winterquartiere bewältigen. Die Vorgänge im Vetschauer Storchennest zeigen, wie wichtig der Schutz der Nahrungsbiotope und deren Verbesserung für den Erhalt der Störche sind. Ein ausgewachsener Storch benötigt täglich immerhin 500 Gramm Futter. Bei einem Storchenpaar mit Jungen kommen in einer Brutsaison mehrere Zentner an Würmern, Käfern, Insekten, Mäusen, Fröschen, Maulwürfen oder Schlangen zusammen. Dazu benötigen die Störche intakte, gut strukturierte Nahrungsbiotope. Auf Dauergrünland, an Feuchtbiotopen, an Bächen und Flüssen, Feldgehölzen, Ödflächen und Fischteichen finden sie ihre Nahrung. Auf trocken gelegten Flächen oder auf großen, intensiv genutzten Flächen der Landwirtschaft entwickeln sich kaum Nahrungstiere. Der einzig gangbare Weg, die Zukunft der Störche zu sichern ist ein dauerhafter Schutz entsprechender Biotope.

Bernd Elsner
Geschäftsführer
NABU Regionalverband Calau e.V.

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C1
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Beitragvon C1 » Fr 25. Mai 2012, 14:06

:) Vielen Dank, Herr Elsner!

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alle drei wohlauf :wink:
Grüße von Columbine1

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Vinni
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Beitragvon Vinni » Fr 25. Mai 2012, 15:05

Wechsel & Luna fuetterte:

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Beitragvon Takva » Fr 25. Mai 2012, 16:48

:) Hallo Vetschau,

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Grüße von Marika!



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